Der Nachwuchs Ihrer Vierbeiner – Ihre Verantwortung


Der Nachwuchs Ihrer Vierbeiner – Ihre Verantwortung

Zu den Pflichten der Hunde- und Katzenbesitzer gehört auch die “Verantwortung für das Tier in puncto Fortpflanzung”, das heißt, man sollte das Sexualleben des Tieres kennen, um ungewünschte Würfen und die Abgabe (oder das Aussetzen) von Tieren zu verhindern. Aus diesem Grund sollten Sie sich eingehend über das Thema Fortpflanzung und Sterilisierung informieren.

Bei Männchen müssen wir zum Thema Fortpflanzung lediglich wissen, wann die Geschlechtsreife einsetzt, die bei Hunden und Katzen ca. im 9. Lebensmonat erreicht wird. Bei Weibchen ist die Sache etwas komplizierter:

Auch Weibchen haben die Geschlechtsreife mit ca. 9 Monaten erreicht, es gibt aber viele weitere Dinge, die wir wissen müssen. Verschiedene Anzeichen können auf eine empfängnisbereite Phase hindeuten, wie Veränderungen der Vulva, blutiger Ausfluss sowie Schwellungen und Rötungen. Diese fruchtbaren Phasen sind in der Regel zwei Mal pro Jahr. Die Dauer dieser Phasen variiert stark und bewegt sich zwischen wenigen Tagen bis zu 3 Wochen. Die empfängnisbereite Zeit von Hündinnen dauert vier bis neun Tage und die Trächtigkeit dauert zwischen 56 und 58 Tagen.

Mit ca. fünf bis neun Monaten haben weibliche Katzen die Geschlechtsreife erreicht. Verschiedene Anzeichen können auf eine bevorstehende Rolligkeit hindeuten: Die Katze ist möglicherweise etwas verschmuster, miaut, reibt den Kopf sowie ihren Körper häufiger als sonst. Es kann auch sein, dass Sie ruhig stehen bleibt und den Hinterkörper anhebt, wenn man ihren Rücken streichelt. Weibliche Katzen können innerhalb der selben Brunftzeit mehrmals rollig sein und die Rolligkeit dauert ca. 7 Tage. Die Katzen sind nun empfängnis- und deckbereit und eine mögliche Schwangerschaft dauert zwischen 56 und 69 Tagen.

Um unerwünschten Nachwuchs zu vermeiden, wird die Katze in der Regel sterilisiert. Viele Tierärzte raten dazu, da es zur Verbesserung der Lebensqualität des Tieres und dessen Halter beitragen kann.

Das bei Katern am weitesten verbreitete Verfahren zur Sterilisierung ist die Kastration, eine Entfernung der Hoden. Die Spermienproduktion wird dadurch verhindert und damit verbundene lästige Verhaltensweisen wie das Markieren mit Urin, die Neigung der Rüden andere Hunde zu besteigen und die Aggression gegenüber anderen Hunden nehmen ab. Bei einer Vasektomie hingegen werden einfach die Samenleiter abgebunden oder durchtrennt, die Hoden bleiben intakt und das Verhalten des Tieres bleibt unbeeinflusst.

Bei Weibchen ist die Ovariohysterektomie, eine Entfernung der Gebärmutter und der Eierstöcke, gewöhnlich das Verfahren der Wahl. Durch diesen Eingriff werden die Eizellenproduktion und die Produktion der weiblichen Geschlechtshormone gehemmt und der Zyklus bleibt aus. Eine weitere Option ist die Tubenligatur, eine Unterbindung und Durchtrennung der Eileiter, die die Eierstöcke mit der Gebärmutter verbinden. Dadurch werden jedoch weder die Rolligkeit/Läufigkeit noch die damit verbundenen Verhaltensweisen gehemmt.

Mit all diesen Informationen ist ein bewusster Umgang mit dem Sexualverhalten unserer Tiere möglich und wir können unseren Teil der Verantwortung tragen, um ungewollten Nachwuchs und das damit verbundene Aussetzen oder die Abgabe der Tiere zu vermeiden. Tun Sie es zum Wohl der Tiere.